Konflikte ohne Gerichtsverhandlung lösen

Bauen, Erwerb von Wohneigentum sowie das Wohnen selbst sind mit vielen Emotionen verbunden. Manchmal erfüllen sich langgehegte Träume. Wo tiefgreifende persönliche Interessen und Ziele im Spiel sind, kann es auch zu Spannungen und Konflikten kommen: verzögerte Baubewilligungen, Einsprachen von Nachbarn, Zonenplanänderungen, Umweltschutzbestimmungen oder Uneinigkeiten mit Architekten, Generalunternehmen oder Handwerkern. Allzu schnell wird in solchen Fällen ein juristischer Prozess eingeleitet, der sich über Monate oder Jahre sehr belastend auswirken kann.

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Immobilien-Mediation kann eine wertvolle Alternative zum Rechtsverfahren sein. Als ausgebildete Fachfrau auf diesem Gebiet unterstütze ich Sie darin, Ihren Konflikt selbstverantwortlich, diskret und ressourcenschonend zu lösen.

Beispiele

  • Planung und Bau: Mediation in Konflikten zwischen Generalunternehmer, Bauherrschaft, Banken, Subunternehmern/Lieferanten, Einsprechern, Behörden, Käufern
  • Stockwerkeigentum: Mediation in Konflikten zwischen Verwaltung, Eigentümergemeinschaft und einzelnen Eigentümern, z. B. in Fragen von Erneuerungs- und Unterhaltsinvestitionen
  • Nachbarschaft: Mediation in Konflikten zwischen Nachbarn
  • Erbengemeinschaft: Mediation in Konflikten zwischen Erben, z. B. in Fragen zum allfälligen Verkauf einer Liegenschaft

 

Wann ist Immobilien-Mediation sinnvoll?

  • Wenn Sie Ihren Konflikt nicht alleine lösen können und sich mit dem Gedanken befassen, ein rechtliches Verfahren anzustrengen
  • Wenn die Kommunikation mit Ihrem Konfliktpartner blockiert ist, sich die jeweiligen Interessen und Ziele aber nicht vollständig ausschliessen
  • Wenn beide Parteien die Bereitschaft mitbringen, der anderen Seite Gehör zu schenken, deren Haltung zu respektieren und eine gewisse Ergebnisoffenheit besteht.

 

Wie sieht Immobilien-Mediation konkret aus?

Der Ablauf einer Mediation richtet sich nach den Inhalten sowie den Wünschen der einzelnen Parteien. Die folgende Struktur hat sich dabei bewährt:

  1. Vorbereitung und Auftragsklärung: Im Rahmen eines Erstgesprächs wird der Ist-Zustand angesprochen und geprüft, ob Mediation das optimale und zielführende Verfahren ist. Hoffnungen, Erwartungen und Motivationen werden geklärt. Als Mediatorin erläutere ich Details und Regeln sowie meine Rolle. Gemeinsam werden Sitzungsort und Kostenbeteiligungen sowie weitere Rahmenbedingungen festgelegt. Die Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten.
  2. Themensammlung: Es werden Konfliktthemen und Fragestellungen gesammelt sowie relevante Informationen eingeholt. Zudem wird sichergestellt, dass alle Beteiligten denselben Kenntnisstand haben.
  3. Bedürfnisklärung: Alle Parteien formulieren ihre Interessen, Anliegen und Ziele.
  4. Suche nach Lösungsoptionen: In einem kreativen sowie zielfokussiert geführten Dialog werden Lösungsoptionen gesucht und formuliert.
  5. Evaluation und Verhandlung: Die erarbeiteten Lösungsoptionen werden diskutiert sowie bewertet und auf ihre Machbarkeit geprüft. Ziel ist die Einigung auf einen erfolgversprechenden Weg.
  6. Entwurf einer Vereinbarung: Unter aktiver Mitarbeit aller Beteiligten wird eine Vereinbarung entworfen. Im Rahmen einer kurzen Vernehmlassung können Anpassungen beantragt und vorgenommen werden. Danach wird eine Schlussfassung erstellt.
  7. Unterzeichnung und Abschluss: Bei Konsens wird die Vereinbarung unterzeichnet und umgesetzt. Die Mediation ist abgeschlossen.

 

Sämtliche Gespräche und Verhandlungen werden von mir als Mediatorin neutral geleitet und moderiert. Erfahrungsgemäss sind in leichteren Konflikten zwei bis vier Sitzungen à ca. zwei Stunden notwendig. In komplexeren Fällen kann die Mediation mehr Zeit beanspruchen.

 

Vorteile der Immobilien-Mediation

  • Sparen von Ressourcen: Die Kosten sind im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren meist erheblich tiefer, zudem lassen sich Zeit und Energie sparen.
  • Hohe Autonomie: Die Konfliktparteien entscheiden selbst, wann ein Konsens bzw. eine Win-win-Situation erreicht ist.
  • 100 % Diskretion: In einer Mediation können die Parteien ihren Konflikt vertraulich behandeln. Dagegen sind Zivilprozesse öffentlich, was unerwünschte Reputationsschäden für die Parteien bewirken kann.
  • Maximale Effizienz: Eine Mediation kann direkt auf der Baustelle durchgeführt werden. In komplexeren Streitigkeiten lässt sich innert weniger Tage ein Mediationstermin organisieren. Gerichtsprozesse dauern demgegenüber erfahrungsgemäss viele Monate oder gar Jahre und binden bei den Parteien erhebliche Mittel. In einer Mediation können zudem alle Konfliktbeteiligten einbezogen werden, während in Prozessen der Einbezug von weiteren Akteuren, welche formell nicht Streitpartei sind, erhebliche Schwierigkeiten bereitet.

 

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.